Dienstag, 24. April 2018

PROTEIN-NUDELSALAT

Ein Nudelsalat voll mit Proteinen, der auch noch an Eiersalat erinnert - wie geht das? Ganz einfach. Man nehme Nudeln, die komplett aus Hülsenfrüchten gemacht sind. Ich habe für diesen Salat welche aus roten Linsen und aus Kichererbsen genommen. Die Linsennudeln habe ich soweit verkochen lassen, dass sie eine breiige Konsistenz hatten. Dadurch gab es einen ähnlichen Effekt im Dressing wie vom Eigelb im Eiersalat. Die Kichererbsennudeln hingegen habe ich mit leichtem Biss belassen. Und durch das Kala Namak bekommt das ganze noch den Geschmack nach Eiern.

Die weiteren Zutaten sind je nach Lust und Laune frei wählbar. Die Dosenchampignons sind eine klassische Zugabe zu Eiersalat und was frisches wollte ich natürlich auch noch dabei haben; deshalb die rote Paprika. Ich persönlich mag es nicht, wenn zuviel Mayonnaise mit im Spiel ist, aber wer das liebt, kann ruhig noch mehr davon reinhauen. 

Diesen Nudelsalat kann man gut vorbereiten, er hält sichauf jeden Fall zwei Tage im Kühlschrank und ist auch ein tolles Essen für nach dem Sport.









ZUTATEN FÜR 3 PORTIONEN

250 g rote Linsennudeln
300 g Kichererbsennudeln
1 1/2 rote Paprika
200 g Gewürzgurken (ich nehme gern sehr viel davon)
30 g Dill
120 g Maiskörner
170 g Champignons aus der Dose

Für das Dressing:

40 g vegane Mayonnaise
60 g Creme Vega 
150 g Sojajoghurt
150 ml Gewürzgurkenwasser (evtl. mehr)
1 TL Kala Namak (für den Eiersalatgeschmack)
Salz und Pfeffer nach Belieben




 




ZUBEREITUNG

Zunächst einmal die Linsennudeln in kochendes Wasser geben und mindestens eine halbe Stunde kochen, bis sie fast zu einem Brei verkocht sind.

Währenddessen das Dressing vorbereiten. Joghurt, Creme Vega und Mayonnaise mit Gewürzgurkenwasser, Kala Namak und gewaschenem Dill sowie etwas Pfeffer pürieren. Dann die verkochten Linsennudeln unterrühren.

Nun die Kichererbsennudeln nach Anleitung kochen und abgießen, wenn sie noch etwas Biss haben. Zum Dressing geben und unterrühren.  

Paprika waschen, säubern und in feine Streifen schneiden. Mais und Champignons abgießen und zusammen mit den Paprikastreifen in den Salat geben. Nun kühl stellen und durchziehen lassen. Wenn die Nudeln zu viel Flüssigkeit gezogen haben, Gewürzgurkenwasser nachgießen und am Ende nochmals final mit Salz und Pfeffer abschmecken.










 

Sonntag, 15. April 2018

BOMBAY POTATOES

Von diesem Kartoffelgericht hatte ich immer mal wieder gehört, es in Indien selbst aber nie bewusst auf einer Menükarte gesehen. Nun war ich in Thailand in einem Indischen Restaurant und dort lachten mir die Bombay Potatoes entgegen, also habe ich sie dann endlich einmal gekostet. Und das war genau mein Ding. Ich liebe Kartoffeln und Indisches Essen sowieso - also eine perfekte Kombination.

Das Internet ist voll von verschiedenen Rezepten dafür, also habe ich mir dort ein paar Anregungen geholt, einiges aber doch anders gemacht. Und obwohl ich die meisten Gewürze noch direkt aus Indien habe, gebe ich gern immer etwas mehr davon beim Kochen hinzu. Letztendlich ist es aber natürlich Geschmackssache, wie stark man es gewürzt haben möchte; ganz besonders aber beim Chili. Ich habe Kaschmir Chili zu Hause, das zu den mildesten gehört, also kann ich davon auch mehr nehmen. 

Ich esse Kartoffeln gern mit Schale, das ist aber nicht jedermanns Sache. Wer das nicht mag, sollte große Kartoffeln nehmen und sie nach dem Kochen und Schälen in große Würfel schneiden.

Dieses Essen ist relativ schnell zubereitet und obwohl es mir für das erste Mal als eigenständiges Gericht vollkommen genügt hat, kann ich es mir beim nächsten Mal auch gut als Beilage vorstellen.







ZUTATEN FÜR 2 PORTIONEN

1 kg Minikartoffeln (festkochend)
1 Dose gehackte Tomaten (400g)
35 g frischer Ingwer
3 Zehen Knoblauch
1 mittelgroße Zwiebel
2 EL Kokosöl
1 TL Cuminsamen
1 TL Senfsamen
1 TL Kurkuma
2 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlener Cumin
1 TL Garam Masala
1/2 - 1 TL Chilipulver
1/2 TL Salz

optional: frischer Koriander, Frühlingszwiebeln







ZUBEREITUNG


Kartoffeln waschen und mit ausreichend Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Kartoffeln sollten nicht zu weich gekocht werden. Anschließend abgießen und bereit stellen.

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und grob in Stücke schneiden. Zusammen mit den Tomaten pürieren.

Das Öl in einem Topf oder Pfanne nicht zu stark erhitzen und Cumin- und Senfsamen hinein geben. Unter Rühren ca. 1 Minute anbraten. Wenn die Samen anfangen aus der Pfanne zu hüpfen, das Tomatenpürree und die restlichen Gewürze dazu geben und weitere 2 Minuten anbraten. 

Zum Schluss die Kartoffeln zufügen und noch 3 bis 4 Minuten leicht köcheln lassen, damit sie die Würze annehmen können. Anschließend servieren mit frischem Koriander oder Frühlingszwiebeln.








 

Freitag, 13. April 2018

PAD THAI

Während unseres Aufenthaltes in Thailand, hat mein Sohn das Pad Thai Gericht für sich entdeckt. Als wir vor drei und 6 Jahren in Chiang Mai waren, war sein Lieblingsgericht die dicken gelben Nudeln mit Gemüse gebraten und deshalb habe ich nachgedacht, was dem am nächsten kommt, denn das scheint regionale Küche des Nordens gewesen zu sein. Ich hatte ihm also vorgeschlagen, es mit Pad Thai zu versuchen und gleich das erste Mal hat ihm so gut geschmeckt, dass er es danach während noch so oft wie möglich gegessen hat.

Zurück in Deutschland haben wir nun versucht, das Essen zu rekonstruieren. Genau wie in Thailand wird es natürlich nie schmecken, aber er sagte, dass es sehr lecker ist und das ist doch die Hauptsache. In der Auswahl des Gemüses ist man natürlich völlig frei. Ich würde beim nächsten Mal mehr Gemüse dazu tun, zum Beispiel grüne Bohnen oder gestiftelte Möhren, Chinakohl etc., aber für dieses Mal sollte es so sein, wie mein Sohn es serviert bekommen hatte.







ZUTATEN FÜR 2 PORTIONEN

200 g Reisnudeln 2,5 mm breit
3 EL Palmzucker oder Rohrohrzucker  
2 EL helle Mushroomsauce oder helle Sojasauce
2 EL Tamarindenpaste
1 Limette
1 rote Paprika 
300 g Mungbohnensprossen
4 Schalotten
300 g frittierter Tofu aus dem Asialaden
2 EL Kokosöl
Sojasauce

Optional: gehackte Erdnüsse, frischer Koriander




 


ZUBEREITUNG

Reisnudeln in sehr heißem Wasser einweichen. So, wie es auf der Packung steht, funktioniert es meistens nicht, die Nudeln sind dann immer noch zu fest, deshalb wiederhole ich den Vorgang mit neuem heißem Wasser. Hierfür mindestens 20 min Zeit veranschlagen.

Als nächstes die Pad Thai Sauce zubereiten. Die Mushroomsauce oder helle Sojasauce mit dem Palmzucker oder Rohrohrzucker und der Tamarindenpaste weitestgehend glatt rühren und beiseite stellen.

Bohnensprossen waschen und abtropfen lassen. Paprika waschen, entstielen, entkernen und in feine Streifen schneiden. Schalotten säubern und in Ringe schneiden. Tofu in Würfel schneiden.

Kokosöl in der Pfanne erhitzen und anschließend Tofu, Paprika, Bohnensprossen und Frühlingszwiebeln dazu geben und kurz anbraten. Nun die Paste dazu geben und gut verrühren. Kurz weiter braten lassen und dann die abgetropfen Nudeln dazu geben und unterheben, so dass alles gut miteinander vermischt ist.

Auf einem Teller anrichten und mit frischem Limettensaft beträufeln. Je nach Geschmack gehören noch gehackte Erdnüsse dazu und ich persönlich finde, dass zu fast jedem Asiatischem Gerich frischer Koriander super passt.

Guten Appetit und Sawadee Kaa 









Sonntag, 8. Oktober 2017

ROTKOHLSALAT MIT ORANGEN UND PEKANNÜSSEN


Ich liebe Rotkohl als gekochte Beilage schon immer und wenn ich mir einen Dürüm beim Dönerladen meines Vertrauens hole, lasse ich mir immer eine Extraportion Rotkohl dazu geben. Und Krautsalat mag ich sowieso auch sehr gern. Also habe ich mich mal an einen Rotkohlsalat gewagt. Ich wollte ihn aber nicht einfach so wie den klassischen Krautsalat zubereiten, deshalb gibt es dazu Nüsse, Möhren und Orangen.








ZUTATEN

1 kleiner Rotkohl ca. 1 kg
2 Möhren 
2 Orangen
80 g Pekannüsse
2 TL Salz
2 EL Macadamiaöl oder ein anderes Nussöl
4 EL weißer Balsamico  
Saft von einer halben Orange
Pfeffer und Salz


ZUBEREITUNG

Zunächst die äußersten Blätter des Rotkohls entfernen. Dann den Kohlkopf halbieren und den Strunk heraus schneiden. Nun den Kohl in sehr feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. 2 TL Salz darüber geben, alles vermischen und mindestens 2 Minuten kräftig durchkneten, besser noch länger, und eine halbe Stunde ziehen lassen. Eventuell entstandenes Wasser abgießen.

Nun das Dressing aus Öl, Essig und Orangensaft zubereiten und zum Kohl geben. Wieder gut mischen.

Orangen filetieren und in Stücke schneiden. Zusammen mit den Pekannüssen zum Salat geben. Final mit Pfeffer und Salz abschmecken. 







Sonntag, 17. September 2017

KICHERERBSEN CURRY MIT KORIANDER RAITA


Nachdem ich in Marokko ein sehr leckeres Kichererbsencurry gegessen habe, freunde ich mich so langsam mit dieser Hülsenfrucht an, die ich bisher nur als Hummus mochte, und das auch nicht zu oft. Für den Farbtupfer habe ich Spinat hinzugefügt und weil ich es in Curries auch gern fruchtig mag die Ananas. Raita gibt es in Indien zu vielen Gerichten dazu und ganz besonders zum Curry mag ich es sehr gern. Die wichtigste Zutat dafür ist das Raita Masala, das ist aber leider nicht einfach zu bekommen, da es kaum ein Asia Supermarkt führt. Ich habe es schließlich im Internet bestellt. Zur Not kann man das Raita auch mit Cumin und Korinaderpulver würzen.







ZUTATEN

2 Dosen Kichererbsen (Abtropfgewicht 265 g)
300 g TK Blattspinat 
2 Zwiebeln
250 g Ananas in Stücken
1 Dose cremige Kokosmilch
1 Dose normale Kokosmilch
3 große Zehen Knoblauch
35 g Ingwer
2 EL Currypulver
1 EL Korianderpulver
1 EL Cumin
1 TL Kurkuma 
Salz und Pfeffer 
2 EL Kokosöl

500 g Sojajoghurt
30 g frischer Koriander
1 - 2 TL Raita Masala
Salz und Pfeffer 


ZUBEREITUNG

Für das Raita Koriander hacken und mit den Gewürzen in den Joghurt geben.

Den Spinat rechtzeitig herausnehmen und wenn er aufgetaut ist, gut ausdrücken. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und in sehr kleine Würfel schneiden. Kichererbsen abgießen.

In einem Topf oder großen Pfanne das Kokosöl erhitzen und Zwiebeln 2 bis 3 Minuten anbraten. Knoblauch und Ingwer dazu geben und 1 bis 2 Minuten unter Rühren anbraten. Dann die Gewürze darüber geben und ebenfalls ungefähr eine Minute anbraten. Dann mit der Kokosmilch ablöschen und Kichererbsen und Spinat in den Topf geben. Nur kurz erhitzen und ganz zum Schluss die Ananas zufügen. Diese ebenfalls nur kurz erhitzen.

Abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich gebe das Raita gern direkt auf das Curry drauf. Man kann es aber auch getrennt mit Indischem Brot dazu essen.


TIP

Dazu passt Reis oder Indisches Brot









 

Freitag, 4. August 2017

CHOCOLATE CHIPS ALMOND FUDGE


Es war in letzter Zeit etwas still hier, aber jetzt geht es wieder los mit leckeren Rezepten. Den Anfang macht dieses Rezept für einen super leckeren Fudge. Wir waren im April in New Orleans und dort in einer Fudgery, wo es so göttlich geduftet hat, aber für mich war leider nichts dabei. Neidisch musste ich dabei zusehen, wie meine Mitreisenden alle die Köstlichkeiten in Form von dicken Milchshakes oder pur genießen konnten. Also habe ich beschlossen, mich selbst in der Herstellung zu versuchen und gleich das erste Resultat ist so lecker, dass ich das Grundrezept sicherlich noch in einigen anderen Varianten ausprobieren werde.

Ich verwende dabei den Puderzucker aus Erithryt. Da die Süßkraft im Vergleich zu herkömmlichem Zucker nur ca. 70 Prozent beträgt, empfehle ich, die Menge bei Verwendung von handelsüblichem Puderzucker entsprechend zu erhöhen.






ZUTATEN

100 g Mandelmehl (nicht die gemahlenen Mandeln, die sind zu grob)
100 g Puderzucker (Erithryt) oder 70 g normaler Puderzucker
40 g Alsan Margarine zimmerwarm
1 TL Vanilleextrakt
55 g Mandelmilch
1/2 TL Salz
40 g Chocolate Chips






ZUBEREITUNG

Alle Zutaten bis auf die Chocolate Chips abwiegen und in der Küchenmaschine gut durchmixen.

Dann die Chocolate Chips untermischen und alles in eine kleine eckige Form drücken und für zwei Stunden kalt stellen. Dann in Stücke schneiden und genießen.


TIP:

Die Fudgery in New Orleans hat sagenhafte Milchshakes mit Fudge und Eis zusammen gemacht. Wer keine Angst vor Kalorienbomben hat, sollte das unbedingt einmal mit einer passenden Eissorte ausprobieren.   









 

Freitag, 24. März 2017

KIRSCH-STREUSELKUCHEN VOM BLECH


Streuselkuchen vom Blech habe ich als Hefeteig schon ewig nicht mehr gemacht, weil ich oft einfach zu faul dafür bin und der Backpulverteig auch sehr lecker ist. An die Lockerheit, die durch die Hefe entsteht, kommt der aber nicht ran, deshalb habe ich mir heute doch mal wieder die Mühe gemacht. Es ist ja eigentlich auch nicht so ein großer Aufwand, es dauert nur einfach länger. Aber das Ergebnis lohnt sich jedesmal. Leider ist noch lange keine Kirschenzeit, deshalb mussten die aus dem Glas herhalten. Und weil die ganze Familie immer richtigt viel Streusel auf dem Kuchen mag, habe ich die übliche Menge soweit erhöht, dass man die Kirschen kaum noch sieht. Wem das zuviel ist, der kann einfach die angegebenen Mengen verringern.







ZUTATEN FÜR 1 BLECH

Für den Teig:
350 g Dinkelmehl 1050 oder ein anderes helles Mehl
1 Würfel frische Hefe
50 g Zucker
150 ml Mandelmilch
1 EL Vanilleextrakt oder ein Päckchen Vanillezucker
50 g Alsan Margarine sehr weich
1 Prise Salz
etwas Mehl zum Kneten

Für die Streusel:
400 g Dinkelmehl 1050
170 g Alsan, zerlassen
120 g Birkenzucker oder einen anderen Zucker

2 Gläser Kirschen (Abtropfgewicht 350 g)








ZUBEREITUNG
Kirschen in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.

In einem Behälter Mandelmilch leicht erwärmen und die Hefe darin auflösen. Den Zucker und den Vanilleextrakt einrühren. Mehl in einer Schüssel mit Hefemischung, Salz und Margarine mit einem Handmixer mit Knethaken rühren, bis ein formbarer Teig entstanden ist. Die Schüssel mit einem Küchenhandtuch abdecken und für 30 Minuten an einen warmen Ort stellen. In der Zeit, in der man keine Heizung benutzt, empfehle ich, den Backofen auf 50 Grad zu heizen und den Teig darin gehen zu lassen. Dabei einen hölzernen Kochlöffel in die Tür klemmen, damit Luft entweichen kann.

Wenn sich der Teig sichtbar vergrößert hat, etwas Mehl darüber geben und gut durchkneten. Dann auf das mit Backpapier belegte Backblech geben und bis an die Ränder verteilen. Nun das Backblech wieder abdecken und nochmal mindestens 30 Minuten gehen lassen, bis der Teig sich nochmal sichtbar vergrößert hat. 
In der Zwischenzeit die Streusel herstellen. Dafür zunächst Mehl und Zucker mischen, dann Alsan eingießen und mit einer Gabel vermischen, so dass dabei Streusel entstehen.

Kirschen auf dem Teig verteilen und die Streusel drüber streuen. Im Backofen bei 180  ungefähr 40 Minuten backen. Der Kuchen soll nicht allzu dunkel werden aber leicht gebräunt sein. Aus dem Ofen nehmen und auf einen Rost stellen.

Den fertigen Streuselkuchen nach 10 Minuten mit dem Backpapier auf einen Rost ziehen und vollständig abkühlen lassen.